Energieberatungs- und Nachhaltigkeitsbüro Brandl GmbH

Einzelmaßnahmen nach BEG EM

Gebäudehülle. Zuschuss sichern.

Die Sanierung der Gebäudehülle als Einzelmaßnahme (BEG EM) zielt darauf ab, die Energieeffizienz zu verbessern. Profitieren Sie von der BAFA-Förderung für Dämmung, Fenstertausch oder neue Türen und reduzieren Sie nachhaltig Ihre Heizkosten.

Bauteile

Was zählt zur Gebäudehülle? Diese Einzelmaßnahmen fördert das BAFA

Zur Gebäudehülle gehört jedes Bauteil, das beheizte Räume von außen, vom Erdreich oder von unbeheizten Räumen trennt. Das BAFA fördert jedes davon als Einzelmaßnahme, Sie können also Schritt für Schritt sanieren.

Spitzboden Keller DA OD SO AW FE TÜ KD

Nicht Teil der Hülle, aber ebenfalls gefördert: die Heizungsoptimierung, etwa der hydraulische Abgleich.

Zur Heizungsoptimierung

Förderung

Wie hoch ist die BAFA-Förderung für die Gebäudehülle?

Das BAFA zahlt 15 % auf alle förderfähigen Kosten, bei Wohn- wie Nichtwohngebäuden. Stammt die Maßnahme aus Ihrem Sanierungsfahrplan und erreicht sie 30.000 €, verdoppelt sich die Höchstgrenze, und es gibt einen Bonus.

Sanierungsfahrplan (iSFP) liegt vor
  1. Ihr Bauteil Dach, Wand, Fenster, Decke
  2. Grundförderung 15 % für Dämmung, Fenster, Türen und Sonnenschutz
  3. Mit SanierungsfahrplanNur mit Sanierungsfahrplan +5 % Bonus auf Kosten über der Grenze ohne Fahrplan
  4. Ab 1. Quartal 2027 +5 % Bonus für Dämmung an Häusern der Klasse H, nur mit Sanierungsfahrplan

Förderfähig je Gebäude und Jahr: bis 30.000 € für die erste Wohnung, je 15.000 € für die zweite bis sechste, je 8.000 € ab der siebten. Förderfähig je Gebäude und Jahr mit Fahrplan: bis 60.000 € für die erste Wohnung, je 30.000 € für die zweite bis sechste, je 15.000 € ab der siebten.

Dazu 50 % für Fachplanung und Baubegleitung durch einen unabhängigen Energieeffizienz-Experten.

Mindestanforderungen

BEG EM: Technische Mindest­anforderungen an die Gebäudehülle

Gefördert wird nur, wer deutlich besser baut, als das Gesetz verlangt. Wir legen den Schichtaufbau so fest, dass Ihr Bauteil den Förderwert erreicht.

Schichtaufbau planen lassen

Höchstwerte in W/(m²K), kleiner ist besser
BauteilFörderung BEG EMGesetz GModG, bei Erneuerung
Dämmung
Außenwand0,200,24
Dach und oberste Geschossdecke0,140,24
Flachdach0,140,20
Kellerdecke, Bauteile gegen Erdreich0,250,30
Fenster und Türen
Fenster, Balkon- und Terrassentüren0,951,3
Dachflächenfenster1,01,4
Haustür und Außentüren1,31,8

Bauphysik

Dämmen ohne Schimmel: Wärmebrücken, Luftdichtheit und Lüftung

Ein guter U-Wert reicht nicht: Jede geförderte Maßnahme muss wärmebrückenreduziert und luftdicht ausgeführt werden. Wir planen die Anschlüsse mit und prüfen sie auf der Baustelle.

Anschlüsse geplant
  • Fensterlaibung

    Fenster in die Dämmebene, innen luftdicht, außen schlagregendicht.

  • Rollladenkasten

    Mit dämmen, sonst bleibt hier eine Wärmebrücke.

  • Traufe

    Dach- und Wanddämmung lückenlos verbinden.

Wird das Haus dichter, prüfen wir mit einem Lüftungskonzept, ob Lüftungsmaßnahmen nötig sind.

Reihenfolge

Energetische Sanierung der Gebäudehülle: in welcher Reihenfolge?

Erst die Hülle, dann die Heizung, und Fenster nie ohne Blick auf die Fassade. Weil die Höchstgrenze jedes Jahr neu gilt, lässt sich in Etappen gefördert sanieren.

  1. Dach oder oberste Geschossdecke

    Nach einem Hauskauf kann die Dämmung Pflicht sein.

  2. Fenster und Fassade

    Zusammen planen, sonst bleibt die Laibung kalt.

  3. Kellerdecke

    Wärmere Böden im Erdgeschoss.

  4. Heizung

    Zum Schluss auf die neue Hülle auslegen.

Ein Beispiel. Die Reihenfolge für Ihr Haus legen wir im Sanierungsfahrplan fest.

Voraussetzungen und Ablauf

Voraussetzungen und Ablauf: der BAFA-Antrag für die Gebäudehülle

Gefördert werden Gebäude, deren Bauantrag mindestens fünf Jahre zurückliegt. Ein Energieeffizienz-Experte ist Pflicht: Wir planen vor dem Antrag, begleiten den Bau und erstellen den Nachweis.

Baubeginn erst nach dem Antrag

  1. Schritt 1

    Planen

    • Wir: Fachplanung vor Ort
    • Sie: Vertrag mit Förder-Vorbehalt
  2. Schritt 2

    Beantragen

    • Wir: Antrag begleiten
    • Sie: Antrag beim BAFA stellen
    • BAFA: Zuwendungsbescheid
  3. Schritt 3

    Bauen

    • Wir: Baubegleitung
    • Fachbetrieb: Ausführung
  4. Schritt 4

    Nachweisen

    • Wir: Projektnachweis
    • Sie: Verwendungsnachweis
    • BAFA: Auszahlung

Typische Fehler

Vier Fehler, die den Zuschuss für die Gebäudehülle kosten

Die meisten Zuschüsse scheitern nicht am Bauteil, sondern an Reihenfolge und Papier.

  1. Zuschuss weg

    Fehler: Vertrag ohne Förder-Vorbehalt unterschrieben

    Richtig: Vertrag mit Vorbehalt, dann Antrag, dann Baubeginn

  2. Bonus weg

    Fehler: Sanierungsfahrplan erst nach dem Antrag erstellt

    Richtig: Der Fahrplan liegt beim Antrag vor

  3. 50 % weg

    Fehler: Energieberater über den ausführenden Betrieb beauftragt

    Richtig: Ein unabhängiger Energieeffizienz-Experte

  4. Auszahlung weg

    Fehler: Bar bezahlt oder Nachweis zu spät eingereicht

    Richtig: Überweisen, Nachweis binnen sechs Monaten

Nichtwohngebäude

Förderung der Gebäudehülle für Gewerbe und Unternehmen

Für Büro, Praxis, Laden, Werkstatt oder Halle fördert das BAFA die Gebäudehülle wie beim Wohnhaus, nur ohne Fahrplan-Bonus.

Gewerbeobjekt anfragen

Gewerbehalle mit Sektionaltoren, Fensterbändern, Lichtkuppeln und Photovoltaik auf dem Flachdach

15 %Zuschuss auf Dämmung, Fenster, Tore, Lichtbänder und Sonnenschutz

12–19 °CKühle Hallen und Werkstätten: mildere Werte, etwa Außenwand 0,25 statt 0,20

3unserer Energieeffizienz-Experten sind für Nichtwohngebäude zugelassen

FAQ

Häufige Fragen zur Förderung der Gebäudehülle

Kurze Antworten zu Zuschuss, Mindestwerten und Antrag.

Alle Fragen & Antworten
Was zählt zur Gebäudehülle?

Zur Gebäudehülle zählen alle Bauteile, die beheizte Räume von außen, vom Erdreich oder von unbeheizten Räumen trennen: Außenwände, Dach oder oberste Geschossdecke, Kellerdecke und Bodenplatte, Fenster, Dachfenster und Außentüren. Dazu gehören auch Glasdächer, Lichtbänder, Lichtkuppeln und Vorhangfassaden, bei Nichtwohngebäuden zusätzlich Tore. Auch außenliegender Sonnenschutz wird als Maßnahme an der Hülle gefördert.

Was sind Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle?

So nennt das BAFA geförderte Arbeiten an einzelnen Bauteilen nach der Richtlinie BEG EM: Dämmung, neue oder ertüchtigte Fenster und Türen, Vorhangfassaden und außenliegender Sonnenschutz. Das Haus muss dafür keinen Effizienzhaus-Standard erreichen, jedes Bauteil muss aber die technischen Mindestanforderungen einhalten. Gefördert werden Bestandsgebäude, deren Bauantrag oder Bauanzeige beim Antrag mindestens fünf Jahre zurückliegt.

Wie hoch ist die BAFA-Förderung für die Gebäudehülle?

Das BAFA zahlt 15 % der förderfähigen Kosten, bei Wohn- wie Nichtwohngebäuden. Stammt die Maßnahme bei einem Wohngebäude aus einem geförderten Sanierungsfahrplan und erreicht sie mindestens 30.000 € förderfähige Kosten, verdoppelt sich die Höchstgrenze der förderfähigen Kosten, und es kommen 5 Prozentpunkte auf den Kostenanteil oberhalb der Grenze ohne Fahrplan hinzu. Fachplanung und Baubegleitung durch einen unabhängigen Energieeffizienz-Experten werden mit 50 % gefördert. Förderfähig sind je Gebäude und Kalenderjahr bis zu 30.000 € für die erste Wohnung, je 15.000 € für die zweite bis sechste und je 8.000 € ab der siebten, mit Fahrplan-Bonus jeweils das Doppelte.

Was gilt seit dem 21. Juli 2026 für den iSFP-Bonus?

Den Bonus von 5 Prozentpunkten gibt es nur, wenn Sie mindestens 30.000 € förderfähig investieren, und nur auf den Kostenanteil oberhalb der Höchstgrenze ohne Fahrplan. Im Einfamilienhaus ist das der Teil über 30.000 €, im Mehrfamilienhaus liegt die Schwelle höher, weil sich die Grenze nach der Zahl der Wohnungen richtet. Der geförderte Fahrplan muss beim Antrag vorliegen, die Maßnahme muss aus ihm stammen und innerhalb von 15 Jahren nach seiner Erstellung umgesetzt werden. Für Fachplanung und Baubegleitung und für Nichtwohngebäude gibt es keinen Bonus.

Was ist der WPB-Bonus, und ab wann gilt er?

Laut Förderrichtlinie gibt es ab dem ersten Quartal 2027 für die Dämmung an energetisch besonders schlechten Gebäuden (Worst Performing Building, WPB) 5 Prozentpunkte zusätzlich, für Fenster und Türen nicht. Als WPB gilt ein Wohngebäude mit einem Endenergiebedarf von mindestens 300 kWh/(m²·a) oder einem Bedarfsausweis der Klasse H, ein Nichtwohngebäude, wenn sein Primärenergiebedarf mindestens das Vierfache des Referenzgebäudes beträgt. Die Berechnung darf beim ersten Antrag höchstens ein Jahr alt sein. Mehrfamilienhäuser mit mehr als fünf Wohnungen und zentraler Warmwasserbereitung sowie Nichtwohngebäude gelten auch ohne Berechnung als WPB, wenn sie 1957 oder früher gebaut und im Wesentlichen unsaniert sind. Die Maßnahme muss aus einem Sanierungsfahrplan stammen, bei Nichtwohngebäuden aus einer geförderten Energieberatung; die 30.000-€-Schwelle gilt hier nicht, und der Bonus ist auf drei Anträge begrenzt. Bei der Sanierung zum Effizienzhaus 70, 55 und 40 gibt es dafür schon heute 10 Prozentpunkte mehr Tilgungszuschuss im KfW-Kredit 261.

Welche technischen Mindestanforderungen gelten für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle?

Jedes Bauteil muss einen Höchst-U-Wert einhalten: Außenwand 0,20, Dach und oberste Geschossdecke 0,14, Dachgauben 0,20, Kellerdecke 0,25, Fenster 0,95 und Haustür 1,3 W/(m²K). Dazu kommen eine wärmebrückenreduzierte und luftdichte Ausführung und ein Lüftungskonzept, wenn das Haus dichter wird. Für Baudenkmale gelten mildere Werte, etwa 0,45 für die Außenwand und 1,4 für Fenster; zwei unserer Experten sind für Baudenkmale zugelassen. Die Einhaltung bestätigt der Energieeffizienz-Experte nach Abschluss im Technischen Projektnachweis.

Welche Werte müssen neue Fenster, Dachfenster und Haustüren erreichen?

Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren brauchen einen Uw-Wert von höchstens 0,95, barrierearme oder einbruchhemmende Fenster ab Klasse RC2 höchstens 1,1 und ertüchtigte Fenster höchstens 1,3. Für Dachflächenfenster gilt höchstens 1,0, für Haus- und Außentüren 1,3 W/(m²K). Eingebaut wird innen luftdicht und außen schlagregendicht. Rollläden, die zusammen mit den Fenstern eingebaut werden, gehören zur Fenstermaßnahme und werden mitgefördert.

Wird die Fassadendämmung gefördert, und wie dick muss sie sein?

Ja. Die gedämmte Außenwand darf höchstens einen U-Wert von 0,20 W/(m²K) haben, egal ob von außen, von innen oder als Kerndämmung gedämmt wird. Eine feste Zentimeterzahl gibt es nicht, sie hängt von Mauerwerk und Dämmstoff ab. Bei der Kern- oder Einblasdämmung in bestehendem zweischaligem Mauerwerk genügt ein Dämmstoff mit einer Wärmeleitfähigkeit bis 0,035 W/(mK). Wir legen den Schichtaufbau so fest, dass Ihre Wand den Förderwert erreicht.

Muss ich Dach oder oberste Geschossdecke dämmen, und wird das gefördert?

Eine Pflicht besteht, wenn die oberste Geschossdecke über beheizten Räumen den Mindestwärmeschutz nicht erfüllt. Dann muss sie oder das Dach darüber gedämmt werden, gesetzlich auf höchstens U 0,24 (§ 35 GModG, früher § 47 GEG). Wer am 1. Februar 2002 bereits eine Wohnung seines Ein- oder Zweifamilienhauses selbst bewohnt hat, ist ausgenommen; nach dem ersten Eigentümerwechsel hat der neue Eigentümer zwei Jahre Zeit. Für die Förderung gilt der strengere Wert 0,14, und ob die Dämmung in Ihrem Fall gefördert wird, prüfen wir vor dem Antrag. Eine allgemeine Sanierungspflicht für bestehende Wohngebäude gibt es nicht.

Wird die Dämmung der Kellerdecke gefördert?

Ja. Die gedämmte Kellerdecke darf höchstens einen U-Wert von 0,25 W/(m²K) haben, ebenso Wände und Böden gegen Erdreich oder unbeheizte Räume. Weil die Maßnahme das ganze Haus betrifft, zählen für die Höchstgrenze alle Wohnungen des Gebäudes. Den Übergang zum Sockel planen wir mit, damit dort keine Wärmebrücke bleibt.

Welcher Sonnenschutz wird gefördert?

Gefördert wird außenliegender Sonnenschutz parallel zur Verglasung: Rollläden, Fensterläden, Raffstores, Jalousien und Markisen, die parallel zum Fenster laufen. Er braucht eine optimierte Tageslichtversorgung, etwa über eine strahlungsabhängige Steuerung oder Lichtlenkung. Innenliegende Rollos, Vordächer, Pergolen und freistehende Lamellendächer sind ausgeschlossen. Kommt der Sonnenschutz zusammen mit neuen Fenstern, entfällt der Nachweis zum sommerlichen Wärmeschutz.

Gibt es die Förderung für die Gebäudehülle ohne Energieberater?

Nein. Für jede Maßnahme an der Gebäudehülle muss ein Energieeffizienz-Experte aus der Expertenliste des Bundes eingebunden sein. Er erstellt vor dem Antrag die Technische Projektbeschreibung und bestätigt nach Abschluss im Technischen Projektnachweis, dass Werte und Kosten stimmen. Alle zehn Energieberater in unserem Team sind als Energieeffizienz-Experten für Förderprogramme des Bundes gelistet.

Darf ich den Handwerker vor dem BAFA-Antrag beauftragen?

Ja, aber nur unter Förder-Vorbehalt. Beim Antrag muss ein Vertrag vorliegen, der unter der Bedingung der Förderzusage geschlossen ist und das voraussichtliche Umsetzungsdatum nennt. Planung und Energieberatung dürfen vorher stattfinden, mit dem Bau beginnen Sie erst nach dem Antrag. Wer vor dem Zuwendungsbescheid anfängt, trägt das Risiko einer Ablehnung selbst.

Brauche ich eine Fachunternehmererklärung für die Gebäudehülle?

Für den BAFA-Zuschuss an der Gebäudehülle nicht: Ausführung und Kosten bestätigt der Energieeffizienz-Experte im Technischen Projektnachweis. Unabhängig von der Förderung muss Ihnen der ausführende Betrieb aber schriftlich bestätigen, dass die gesetzlichen Werte eingehalten sind (Unternehmererklärung nach § 96 GModG). Diese Erklärung bewahren Sie zehn Jahre auf.

Welche Kosten zählen zur Förderung, und was gilt bei Eigenleistung?

Gefördert werden Material, fachgerechter Einbau und die nötigen Nebenarbeiten: Gerüst, Abbruch und Entsorgung (auch Asbest), Maler-, Fliesen- und Bodenarbeiten innen, neue Fensterbänke, die Dämmung von Rollladenkästen, Dachrinnen und Dachüberstände. Maßgeblich sind die Bruttokosten, bei Vorsteuerabzug die Nettokosten, und Rabatte und Skonto mindern sie. Bei Eigenleistung zählt nur das Material, und ein Experte oder Fachbetrieb muss die fachgerechte Ausführung bestätigen. Material für Nebenarbeiten in Eigenleistung ist nicht förderfähig.

Können Mieter, Vermieter und Eigentümergemeinschaften die Förderung beantragen?

Ja. Antragsberechtigt sind alle Investoren, etwa Hauseigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften, Vermieter, Unternehmen, Vereine und Kommunen. Für Maßnahmen an der Gebäudehülle dürfen auch Mieter und Pächter beantragen, wenn der Eigentümer vor dem Antrag über die Förderung informiert wurde und die ihn betreffenden Pflichten bestätigt. Für die Höchstgrenze zählt die Zahl der Wohnungen nach der Sanierung.

Wie wird die Gebäudehülle bei Gewerbe und Unternehmen gefördert?

Mit 15 % Zuschuss wie bei Wohngebäuden, aber ohne Fahrplan-Bonus. Wie viel förderfähig ist, richtet sich nach der beheizten Nettogrundfläche. Für Zonen mit 12 bis 19 °C gelten mildere Werte, etwa 0,25 statt 0,20 für die Außenwand und 1,3 statt 0,95 für Fenster; auch Tore, Lichtbänder und Vorhangfassaden sind förderfähig. Drei unserer Energieeffizienz-Experten sind für Nichtwohngebäude zugelassen.

Lassen sich BAFA-Zuschuss, KfW-Kredit, Steuerbonus und Effizienzhaus kombinieren?

Den zinsgünstigen KfW-Ergänzungskredit gibt es zusätzlich, beantragt über Ihre Bank innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bescheid und bevor der Zuschuss ausgezahlt ist. Den Steuerbonus nach § 35c EStG gibt es nicht für dieselbe Maßnahme. Zwischen Einzelmaßnahmen und der Sanierung zum Effizienzhaus liegen drei Jahre: Nach dem Abschluss des einen Wegs ist der andere erst drei Jahre später möglich. Welcher Weg zu Ihrem Vorhaben passt, legen wir vor der Beauftragung mit Ihnen fest.

Brauche ich nach dem Fenstertausch eine Lüftungsanlage?

Nicht automatisch. Die Förderung verlangt aber ein Lüftungskonzept, das prüft, ob lüftungstechnische Maßnahmen zum Feuchteschutz nötig sind. Neue, dichte Fenster machen die Wand nicht kälter, die Raumluftfeuchte steigt aber, weil weniger Luft durch Fugen entweicht. Eine beschlagene Scheibe warnt bei moderner Verglasung zu spät, an der Wand kann Schimmel schon vorher wachsen.

Erst dämmen oder erst die Heizung tauschen?

In der Regel erst die Hülle. Danach sinkt die Heizlast, und die neue Heizung wird für den gedämmten Zustand ausgelegt statt zu groß. Wer zuerst die Heizung tauscht, sollte sie für den Zielzustand aus dem Sanierungsfahrplan planen lassen. Der Heizungstausch läuft über die KfW-Heizungsförderung, der Fahrplan-Bonus gilt dafür nicht.

Was kostet die Begleitung durch die Energieberatung Brandl?

Der Preis hängt ab von der Zahl der Bauteile, der Größe und Zahl der Wohnungen, den vorhandenen Plänen, dem Umfang der Baubegleitung und von Zusatzleistungen wie Wärmebrückenberechnung oder Luftdichtheitsmessung. Wir nennen ihn nach Sichtung Ihrer Unterlagen, vor der Beauftragung. Fachplanung und Baubegleitung durch einen unabhängigen Energieeffizienz-Experten fördert das BAFA mit 50 %. Die Ersteinschätzung ist kostenfrei und unverbindlich.

Begleiten Sie Sanierungen auch außerhalb von Neumarkt i.d.OPf.?

Ja. Unser Hauptsitz ist in Neumarkt i.d.OPf., weitere Standorte haben wir in Regensburg, Barbing und Wittingen. Wir begleiten Sanierungen der Gebäudehülle in Neumarkt, Nürnberg, Regensburg, Ingolstadt und der Region. Für Planung und Baubegleitung kommen wir zu Ihrem Gebäude, den Termin stimmen wir bei der Anfrage ab.