Schritt 01
Erstberatung und Machbarkeitscheck
Wir analysieren Ihr Bauvorhaben und prüfen, ob eine QNG-Zertifizierung sinnvoll und realisierbar ist. Sie erhalten eine erste Einschätzung zu Aufwand, Kosten und Fördermöglichkeiten.
Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude
Wir begleiten Ihr Bauvorhaben von der Zielvereinbarung bis zur Siegelvergabe und sichern damit die erhöhte KfW-Förderung von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit.
Vorteile
Das QNG ist das staatliche Gütesiegel für nachhaltige Gebäude. Es belegt Qualität in Ökologie, Soziokultur und Ökonomie und ist der Schlüssel zur erhöhten Neubauförderung.
Im Programm „Klimafreundlicher Neubau“ steigt der zinsverbilligte Kredit mit QNG-Siegel von 100.000 auf 150.000 Euro pro Wohneinheit. Voraussetzung ist der Effizienzhaus-40-Standard. Die Kosten der Zertifizierung selbst sind förderfähig und in der Summe bereits enthalten.
QNG-zertifizierte Gebäude erzielen höhere Verkaufs- und Mietpreise. Das Siegel dokumentiert Qualität und Zukunftssicherheit. Das ist ein klarer Vorteil bei Vermietung, Finanzierung und Wiederverkauf.
Nachweis niedriger Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus, begrenzter Primärenergiebedarf, nachhaltige Materialwahl, Trinkwasserschutz und Flächeneffizienz.
Gesundheit und Behaglichkeit durch geprüfte Innenraumluft, Schallschutz und Tageslicht, dazu Barrierefreiheit, Sicherheit und gestalterische Qualität.
Betrachtet werden Lebenszykluskosten aus Investition und Betrieb, Wertstabilität, Drittverwendungsfähigkeit und die langfristige Wirtschaftlichkeit des Gebäudes.
Nachweis der Gebäudehülle mit Wärmeschutz und Luftdichtheit, der Anlagentechnik für Heizung, Lüftung und Beleuchtung sowie der Energieeffizienz auf mindestens EH40-Niveau.
Qualitätsstufen
Das QNG wurde vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen entwickelt und in zwei Stufen vergeben. Beide berechtigen zur erhöhten KfW-Förderung.
Grundbedingung für beide Stufen: Ihr Gebäude muss den Effizienzhaus-40-Standard erfüllen. Erst darauf setzen die QNG-Anforderungen an Ökologie, Soziokultur und Ökonomie auf. Welche Stufe für Ihr Projekt sinnvoll und realisierbar ist, prüfen wir individuell.
Überdurchschnittliche Nachhaltigkeit. Die in der Praxis am häufigsten gewählte Stufe, sie schöpft die Förderung voll aus.
Anforderungen im Überblick
Selbsttest
Beantworten Sie wenige Fragen zu Ihrem Bauvorhaben und erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob die Zertifizierung erreichbar ist und wo es noch hakt.
Ablauf
Die Zertifizierung läuft parallel zum Bauvorhaben. Entscheidend ist, dass sie bereits in der Planungsphase beginnt, denn nachträglich lässt sich das Siegel nicht mehr erreichen.
Zeitlicher Rahmen: Von der Projektregistrierung bis zur Siegelvergabe vergehen in der Regel 12 bis 24 Monate, abhängig von Projektgröße und Komplexität. Seit Juli 2025 ist zusätzlich die LCA-Zusatzqualifikation für Energieeffizienz-Experten verpflichtend. Die bringen wir mit.
Häufige Fragen
Kurze Antworten zu Stufen, Kosten, Dauer und dem Zusammenspiel mit der KfW-Förderung.
Das QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) ist ein staatliches Zertifikat vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Es bestätigt, dass ein Gebäude besonders nachhaltig geplant und gebaut wurde, und zwar in den Bereichen Ökologie, Soziokultur und Ökonomie.
Es gibt zwei Qualitätsstufen: QNG-PLUS für überdurchschnittliche und QNG-PREMIUM für deutlich überdurchschnittliche Nachhaltigkeit. Beide berechtigen zur erhöhten KfW-Förderung von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit; PREMIUM verlangt deutlich strengere Grenzwerte in allen Kriterien.
Das QNG wird durch unabhängige, staatlich anerkannte Zertifizierungsstellen vergeben. Wir arbeiten mit BiRN (Bewertungssystem Nachhaltiger Kleinwohnhausbau) zusammen, die speziell auf Wohngebäude ausgerichtet ist und die Einhaltung aller QNG-Anforderungen prüft.
Die Zertifizierung läuft parallel zum Bauvorhaben. Von der Projektregistrierung bis zur finalen Siegelvergabe nach Fertigstellung sind es in der Regel 12 bis 24 Monate, abhängig von Projektgröße und Komplexität. Wichtig ist, dass die Zertifizierung bereits in der Planungsphase beginnt.
Die Kosten variieren je nach Gebäudegröße, Komplexität und Zertifizierungsstelle. Sie setzen sich aus Registrierungsgebühren, Beratungskosten und Prüfgebühren zusammen. Für ein Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten typischerweise zwischen 5.000 und 15.000 Euro und werden durch die erhöhte Förderung häufig ganz oder teilweise kompensiert.
Für die Grundförderung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist das QNG nicht zwingend erforderlich. Für die erhöhten Fördersätze im Programm „Klimafreundlicher Neubau“, also 150.000 statt 100.000 Euro pro Wohneinheit, ist ein QNG-Siegel in der Stufe PLUS oder PREMIUM jedoch Pflicht.
BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) ist der Oberbegriff für verschiedene Förderprogramme. KFN (Klimafreundlicher Neubau) ist ein spezielles KfW-Programm innerhalb der BEG, das Neubauten mit EH40-Standard fördert. Mit QNG-Zertifizierung erhöht sich der Kreditbetrag von 100.000 auf 150.000 Euro pro Wohneinheit.
Eine Lebenszyklusanalyse bewertet die Umweltwirkungen eines Gebäudes über seinen gesamten Lebenszyklus, von der Rohstoffgewinnung über Herstellung und Nutzung bis zum Rückbau. Für QNG werden Treibhausgasemissionen und Primärenergiebedarf nach QNG-Bilanzierungsregeln mit zertifizierten LCA-Daten wie ÖKOBAUDAT bilanziert. Seit Juli 2025 ist die LCA-Zusatzqualifikation für Energieeffizienz-Experten verpflichtend.
Das QNG ist das Zertifikat, der nachhaltige Neubau ist das Konzept dahinter. Dabei werden Planung, Energiekonzept, Materialien und Technik von Anfang an auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Das QNG-Siegel ist dann der offizielle Nachweis, dass diese Ziele erreicht wurden.