Energieberatungs- und Nachhaltigkeitsbüro Brandl GmbH

Jeder Heizkörper richtig eingestellt · Energieberatung seit 2005

Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B

Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizung so eingestellt, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die sein Raum braucht. Wir berechnen die Einstellwerte für Ventile, Pumpe und Vorlauftemperatur auf Grundlage einer raumweisen Heizlastberechnung, wie es die KfW für die Heizungsförderung verlangt.

  • Einstellwert für jeden Heizkörper
  • Raumweise Heizlastberechnung
  • Unabhängig von Herstellern

Überblick

Was ist ein hydraulischer Abgleich? Einfach erklärt

Ein hydraulischer Abgleich stellt eine Heizung so ein, dass jeder Heizkörper genau die Menge Heizwasser erhält, die sein Raum braucht.

  • Ist er Pflicht?

    Ab sechs Wohnungen

    Per Gesetz bei neuer Heizung. Für die Förderung gilt er in jedem Haus.

    Zur Übersicht
  • Wer macht ihn?

    Wir berechnen

    Ihr Heizungsfachbetrieb stellt ein und bestätigt.

    So läuft es ab
  • Was kostet er?

    Förderfähig

    Das hängt vom Aufwand ab. Beim geförderten Heizungstausch zählt er zu den förderfähigen Kosten.

    Kosten und Förderung
  • Wie lange dauert er?

    3 bis 5 Werktage

    So lange braucht unsere Berechnung. Das Einstellen dauert wenige Stunden.

    Ablauf und Dauer

Heizwasser nimmt den Weg des geringsten Widerstands.

Heizkörper nahe an der Pumpe bekommen zu viel, weit entfernte zu wenig. Der Abgleich begrenzt den Durchfluss an jedem Ventil, bis das Wasser überall ankommt.

So wird berechnet

Welche Vorteile bietet ein hydraulischer Abgleich?

  • Weniger Verbrauch

    Die Verbraucherzentrale nennt 5 bis 15 Prozent weniger Heizenergie.

  • Alle Räume gleichmäßig warm

    Auch der letzte Heizkörper im Strang erreicht seine Temperatur.

  • Ruhiger Betrieb

    Rauschen und Pfeifen an den Ventilen verschwinden.

Vergleich

Schema: Heizung ohne und mit hydraulischem Abgleich

Dasselbe Haus, dieselben Heizkörper. Der Unterschied liegt allein in der Einstellung.

Ohne hydraulischen Abgleich

Schema einer Heizungsanlage ohne hydraulischen Abgleich: 24 °C im ersten Raum, 21 °C im mittleren und nur 15 °C im entferntesten Raum
  • Nahe Räume zu warm, entfernte kühl
  • Höhere Vorlauftemperatur als nötig
  • Rauschen und Pfeifen an den Ventilen
  • Höherer Verbrauch

Mit hydraulischem Abgleich

Schema einer Heizungsanlage mit hydraulischem Abgleich: 21 °C in allen drei Räumen
  • Alle Räume gleichmäßig warm
  • Niedrigere Vorlauftemperatur
  • Leiser Betrieb
  • Geringerer Verbrauch

Woran erkennen Sie, dass der hydraulische Abgleich fehlt?

  • Kalte Heizkörper
  • Überheizte Räume
  • Rauschen und Pfeifen
  • Langes Aufheizen
  • Hohe Vorlauftemperatur
  • Pumpe auf höchster Stufe

Pflicht

Wann ist der hydraulische Abgleich Pflicht, und wann lohnt er sich?

Vorgeschrieben ist er in zwei Fällen: per Gesetz in größeren Gebäuden und als Bedingung für die Förderung.

Ihr Gebäude

Was haben Sie vor?

Neue Heizung im Ein- oder Zweifamilienhaus

Gesetz

Keine Pflicht

§ 60c greift erst ab sechs Einheiten.

Förderung

Voraussetzung

Die KfW verlangt die raumweise Heizlastberechnung und den Abgleich nach Verfahren B oder gleichwertig.

Heizung bleibt im Ein- oder Zweifamilienhaus

Gesetz

Keine Pflicht

Für bestehende Heizungen schreibt das Gesetz keinen Abgleich vor.

Förderung

Förderfähig

Als Heizungsoptimierung beim BAFA, bis fünf Wohneinheiten.

Neue Heizung im Gebäude ab sechs Wohnungen

Gesetz

Pflicht

Nach § 60c, auch beim Kesseltausch. Mit schriftlicher Bestätigung.

Förderung

Voraussetzung

Sobald Sie Fördermittel nutzen.

Heizung bleibt im Gebäude ab sechs Wohnungen

Gesetz

Heizungs­prüfung

Der Abgleich selbst ist keine Pflicht. Ältere Heizungen brauchen aber die Prüfung nach § 60b, Wärmepumpen ausgenommen.

  • Einbau vor Oktober 2009: bis zum 30. September 2027
  • Späterer Einbau: bis 16 Jahre nach dem Einbau

Der Nachweis ist im Rahmen eines Abgleichs möglich.

Förderung

Kein Zuschuss

Ohne Heizungstausch fördert das BAFA nur bis fünf Wohneinheiten.

Auch bei der Sanierung zum Effizienzhaus und im geförderten Neubau setzt die KfW den Abgleich nach Verfahren B voraus.

Vier Fälle, in denen sich der hydraulische Abgleich besonders lohnt

Hand stellt das Thermostatventil an einem Heizkörper ein
  • Wärmepumpe und Heizungstausch

    Erst der Abgleich lässt die neue Heizung mit niedriger Vorlauftemperatur laufen.

    Mehr zur Wärmepumpe
  • Dämmung und neue Fenster

    Gedämmte Räume brauchen weniger Wärme. Die alte Einstellung passt dann nicht mehr.

  • Räume werden ungleich warm

    Lauwarme und zu heiße Heizkörper lassen sich in der Regel beheben, oft ohne neue Heizkörper.

  • Mehrfamilienhaus

    Viele Stränge, große Unterschiede. Hier werden zusätzlich die Steigleitungen abgeglichen.

Berechnung

Verfahren A oder B: So wird der hydraulische Abgleich berechnet

Beim hydraulischen Abgleich nach Verfahren B wird die Heizlast für jeden Raum berechnet. Verfahren A schätzt sie nur.

Verfahren A geschätzt

Seit 2023 nicht mehr förderfähig
  • Heizlast pauschal nach Baujahr und Fläche
  • Druck und Pumpe geschätzt
  • Heizkörper nicht einzeln geprüft

Verfahren B raumweise berechnet

Für Förderung und § 60c verlangt
  • Heizlast für jeden Raum nach DIN EN 12831
  • Einstellwert für jeden Heizkörper
  • Pumpe und Vorlauftemperatur berechnet

Beide Verfahren beschreibt die Fachregel der VdZ. Gesetz und Förderung verlangen Verfahren B oder ein als gleichwertig zertifiziertes Verfahren.

Von der Heizlastberechnung zur Ventileinstellung

Dieselbe Kette für jeden Heizkörper, hier am Beispiel eines Wohnzimmers.

  1. 723 Watt

    Heizlast des Raumes

    Aus der raumweisen Heizlastberechnung.

  2. 62 Liter pro Stunde

    Wassermenge am Heizkörper

    So viel Heizwasser muss durchfließen.

  3. Stufe 4 am Ventil

    Voreinstellung

    Darauf stellt der Heizungsbauer das Ventil ein.

Beispiel: So sieht die Einstellliste aus

Eine Zeile je Heizkörper. Ihr Heizungsbauer stellt die Ventile danach ein.

Einstellliste Auszug Erdgeschoss, Beispielwerte

Vorlauf 55 °C · Rücklauf 45 °C

Esszimmer 20 °C Solltemperatur
Heizlast 562 W
Wassermenge 48 l/h
Voreinstellung am Ventil Stufe 3
Wohnzimmer 20 °C Solltemperatur
Heizlast 723 W
Wassermenge 62 l/h
Voreinstellung am Ventil Stufe 4
Kinderzimmer 20 °C Solltemperatur
Heizlast 503 W
Wassermenge 43 l/h
Voreinstellung am Ventil Stufe 3
Bad 24 °C Solltemperatur
Heizlast 480 W
Wassermenge 41 l/h
Voreinstellung am Ventil Austausch empfohlen Heizkörper zu klein

Reicht ein Heizkörper nicht aus, nennt die Liste die Leistung, die ein neuer bringen muss.

Einstellung

Hydraulischen Abgleich einstellen: Das passiert an Ihrer Heizung

Mit den berechneten Werten stellt der Heizungsfachbetrieb die Anlage ein, an vier Stellen.

Schema: Wo beim hydraulischen Abgleich eingestellt wird Heizung mit Regelung, Pumpe im Vorlauf, zwei Heizkörper mit Thermostatventil und ein Strangventil im Rücklauf. Vier Ziffern markieren Heizkörperventil, Pumpe, Regelung und Strangventil. 1 2 3 4
Vorlauf grün, Rücklauf grau gestrichelt. Die Ziffern zeigen, wo eingestellt wird.
  1. Heizkörper einstellen: Voreinstellung am Ventil

    Der Monteur stellt jeden Ventileinsatz auf die Stufe aus der Einstellliste.

  2. Pumpe einstellen: Förderhöhe

    Sie läuft danach nur noch mit dem berechneten Druck.

  3. Heizkurve einstellen: Vorlauftemperatur

    Sie sinkt, so weit es die Heizflächen zulassen.

  4. Stränge abgleichen

    In größeren Gebäuden werden die Steigleitungen untereinander abgeglichen.

Hydraulischer Abgleich im Altbau: alte Heizkörper, Fußbodenheizung, Einrohrheizung

Eingestellt wird am Ventil

Geht der Abgleich mit alten Heizkörpern?

Ja. Entscheidend ist das Ventil: Fehlt die Voreinstellung, werden Ventileinsätze nachgerüstet.

Eingestellt wird am Verteiler

Hydraulischer Abgleich bei Fußboden­heizung

Jeder Heizkreis erhält seine Wassermenge, eingestellt am Heizkreisverteiler.

Eingestellt wird je Strang

Hydraulischer Abgleich bei Einrohr­heizung

Das Wasser fließt nacheinander durch alle Heizkörper. Abgeglichen wird deshalb je Strang.

Wärmepumpe

Hydraulischer Abgleich bei der Wärmepumpe

Ein Gaskessel gleicht eine schlecht eingestellte Anlage mit höherer Temperatur aus. Eine Wärmepumpe bezahlt jedes Grad mit Strom.

Warum ist der Abgleich bei der Wärmepumpe so wichtig?

Vorlauftemperatur der Heizung, schematisch

Ohne Abgleich höher als nötig

Mit Abgleich so niedrig wie möglich

1,5 bis 2,5 % weniger Strom je Grad niedrigerer Vorlauftemperatur. Eine Faustregel, der genaue Wert hängt vom Gerät ab.

Zur Heizungsförderung

Sind meine Heizkörper groß genug für die Wärmepumpe?

Heizkörper bei 55 °C Vorlauf, Beispiel

  • Esszimmer Reicht aus
  • Wohnzimmer Reicht aus
  • Kinderzimmer Reicht aus
  • Bad Austausch empfohlen

Das zeigt unsere Berechnung für jeden Raum. Oft genügt es, einzelne Heizkörper zu tauschen.

Zur Heizlastberechnung

Ablauf

Hydraulischer Abgleich: Ablauf, Dauer und Unterlagen

Wir berechnen, Ihr Heizungsfachbetrieb stellt ein und bestätigt. Die Förderrichtlinie sieht diese Arbeitsteilung ausdrücklich vor.

Wie lange dauert ein hydraulischer Abgleich?

Im Einfamilienhaus:

Aufnahme vor Ort
1 bis 2 Stunden
Unsere Berechnung
3 bis 5 Werktage
Einstellen durch den Heizungsbauer
wenige Stunden

Welche Unterlagen und Daten werden für den hydraulischen Abgleich benötigt?

Was fehlt, nehmen wir beim Termin vor Ort auf.

Jetzt anfragen
Baupläne
Grundrisse und Schnitte. Fehlen sie, messen wir auf.
Angaben zur Heizung
Wärmeerzeuger, Pumpe, Heizkörper und Ventile, soweit bekannt.
Weitere Nachweise
Datenblätter zu Fenstern, Türen und Dämmung, falls vorhanden.
Vorhandene Berechnungen
Eine frühere raumweise Heizlastberechnung, falls vorhanden.

Für wen wir den hydraulischen Abgleich berechnen

Ein- und Zweifamilienhaus

Hauseigentümer

Vor Wärmepumpe oder Heizungstausch. Sie erfahren auch, ob Ihre Heizkörper ausreichen.

Mehrfamilienhaus und Gewerbe

Vermieter, WEG und Hausverwaltungen

Die Berechnungsunterlagen für die Bestätigung nach § 60c, die Mieter einsehen dürfen.

Zuarbeit für Fachbetriebe

Heizungsbauer

Sie stellen ein, wir rechnen: die fertige Einstellliste für Ihre Monteure.

Kosten

Was kostet ein hydraulischer Abgleich?

Die Kosten für einen hydraulischen Abgleich richten sich nach dem Aufwand. Den Preis für die Berechnung nennen wir Ihnen, bevor Sie uns beauftragen.

Vier Dinge bestimmen den Aufwand

  • Räume und Heizkörper

    Jeder wird einzeln erfasst und berechnet.

  • Unterlagen

    Mit aktuellen Plänen entfällt das Aufmaß der Räume.

  • Ventile und Pumpe

    Ein Tausch kommt beim Heizungsbauer hinzu.

  • Umfang

    Eine vorhandene Heizlastberechnung verkürzt die Arbeit.

KfW und BAFA

Gibt es eine Förderung für den hydraulischen Abgleich?

Ja, auf zwei Wegen: mit der neuen Heizung über die KfW, ohne Heizungstausch über das BAFA.

  • 30 % Grundförderung beim Heizungstausch
  • bis 70 % beim Heizungstausch mit Boni für Selbstnutzer
  • 15 % Heizungsoptimierung ohne Heizungstausch

Stand Oktober 2026. Planungsleistungen dürfen Sie vor dem Förderantrag beauftragen.

Förderung ohne Heizungstausch

Die 15 Prozent gelten für Wohngebäude mit höchstens fünf Wohneinheiten und nur, wenn die Heizung älter als zwei Jahre ist. Heizungen mit fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas dürfen außerdem nicht älter als zwanzig Jahre sein. Den Auftrag an den Heizungsbauer schließen Sie vor dem Antrag unter dem Vorbehalt der Förderzusage. Ein Auftrag ohne diesen Vorbehalt gilt bereits als Vorhabenbeginn und schließt die Förderung aus. Zur Fachplanung zählt die Berechnung des Abgleichs. Erstellt sie ein unabhängiger Energieeffizienz-Experte, bezuschusst das BAFA sie bei der Heizungsoptimierung zusätzlich mit 50 Prozent bis zu einer Höchstgrenze. Wer im eigenen Haus wohnt, kann statt der Zuschüsse die Steuerermäßigung für energetische Sanierungen nutzen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum hydraulischen Abgleich

Kurze Antworten zu Pflicht, Verfahren, Kosten, Dauer und Sonderfällen.

Alle Fragen & Antworten
Ist ein hydraulischer Abgleich Pflicht?

Gesetzlich vorgeschrieben ist er in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder Nutzungseinheiten, sobald dort eine wassergeführte Heizung neu eingebaut wird (§ 60c Gebäude­modernisierungs­gesetz, früher GEG). Für Ein- und Zweifamilienhäuser und für bestehende Heizungen ohne Heizungstausch gibt es keine gesetzliche Pflicht. Wer die Heizungsförderung der KfW oder die Heizungsoptimierung des BAFA nutzt, braucht den Abgleich nach Verfahren B aber als Fördervoraussetzung. (Stand: Oktober 2026)

Was ist der Unterschied zwischen Verfahren A und Verfahren B?

Verfahren A ist ein Näherungsverfahren: Die Heizlast wird nach Baujahr und Fläche geschätzt, der Druck im Rohrnetz pauschal angenommen. Bei Verfahren B wird die Heizlast für jeden Raum nach DIN EN 12831 berechnet. Daraus ergeben sich die Wassermenge und die Voreinstellung für jeden Heizkörper sowie die Einstellung der Pumpe. Wir rechnen ausschließlich nach Verfahren B.

Reicht ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren A noch aus?

Für die Förderung nicht: Verfahren A ist für Förderanträge seit dem 1. Januar 2023 nicht mehr zugelassen. Auch § 60c verlangt bei einer neuen Heizung in Gebäuden ab sechs Wohnungen Verfahren B oder ein gleichwertiges Verfahren. Verfahren A schätzt die Heizlast nach Baujahr und Fläche und prüft deshalb nicht Raum für Raum, ob die Heizkörper ausreichen.

Wer darf den hydraulischen Abgleich durchführen?

Für die Förderung muss ein Fachunternehmen den Abgleich durchführen und bestätigen, die Berechnung darf ein Dritter liefern. Die Berechnung übernehmen wir als unabhängige Energieberater: die Heizlast jedes Raumes und die Einstellwerte für jeden Heizkörper. Ihr Heizungsfachbetrieb stellt die Anlage danach ein und bestätigt den Abgleich für die Förderung. Die Förderrichtlinie sieht ausdrücklich vor, dass ein Dritter die Berechnung liefert und der Fachbetrieb sie prüft und umsetzt.

Kann ich den hydraulischen Abgleich selber machen?

Verboten ist das nicht, sinnvoll aber selten. Für Verfahren B müssen die Heizlast jedes Raumes nach DIN EN 12831 und die Wassermenge für jeden Heizkörper berechnet werden, das erfordert Fachsoftware und Erfahrung. Falsch eingestellte Ventile können die Wärmeverteilung sogar verschlechtern. Förderung gibt es nur, wenn ein Fachunternehmen den Abgleich durchführt und bestätigt. Selbst erledigen können Sie die Vorbereitung: Heizkörper entlüften, nachsehen, ob die Ventile eine Voreinstellung haben, und Pläne bereitlegen.

Was kostet ein hydraulischer Abgleich?

Das hängt vom Aufwand ab: von der Zahl der Räume und Heizkörper, von den vorhandenen Plänen und davon, ob Ventile oder Pumpe getauscht werden müssen. Die Kosten verteilen sich auf die Berechnung und das Einstellen durch den Heizungsfachbetrieb. Den Preis für die Berechnung nennen wir Ihnen, sobald wir Ihre Unterlagen gesehen haben, also bevor Sie uns beauftragen. Beim geförderten Heizungstausch zählt der Abgleich zu den förderfähigen Kosten.

Wird der hydraulische Abgleich gefördert?

Ja. Beim geförderten Heizungstausch zählen Abgleich und Berechnung zu den förderfähigen Kosten und werden mit demselben Satz bezuschusst wie die Heizung, aktuell ab 30 Prozent. Ohne Heizungstausch fördert das BAFA den Abgleich als Heizungsoptimierung mit 15 Prozent: in Wohngebäuden mit höchstens fünf Wohneinheiten und für Heizungen, die älter als zwei Jahre sind. Öl- und Gasheizungen dürfen dabei höchstens zwanzig Jahre alt sein. Die Sätze gelten mit Stand Oktober 2026. Ihren Fördersatz für den Heizungstausch ermitteln Sie mit unserem Förderrechner.

Welchen Nachweis brauche ich für die Förderung, und wer füllt das VdZ-Formular aus?

Den Abgleich bestätigt das ausführende Fachunternehmen auf dem Formular „Bestätigung des Hydraulischen Abgleichs“ der VdZ. Ein Energieberater muss dafür nicht unterschreiben. Zum Nachweis gehört die Dokumentation mit den Berechnungsergebnissen: Heizlast je Raum, Wassermengen, Einstellwerte der Ventile, Pumpe und Vorlauftemperatur. Diese Unterlagen erhalten Sie von uns.

Ist der hydraulische Abgleich bei einer Wärmepumpe Pflicht?

Für die Förderung ja: Die KfW bezuschusst eine Wärmepumpe mit wassergeführtem Heizsystem nur, wenn es nach Verfahren B oder einem zertifiziert gleichwertigen Verfahren hydraulisch abgeglichen wird. Das gilt auch im Einfamilienhaus und auch mit Fußbodenheizung. In Gebäuden ab sechs Wohnungen kommt die gesetzliche Pflicht aus § 60c hinzu, sie unterscheidet nicht nach der Art des Wärmeerzeugers. Unabhängig davon ist der Abgleich die Voraussetzung dafür, dass die Wärmepumpe mit niedriger Vorlauftemperatur und damit sparsam läuft.

Mein Heizungsbauer bietet keinen Abgleich nach Verfahren B an. Was tun?

Dann lassen Sie die Berechnung getrennt erstellen. Wir liefern die raumweise Heizlast und die Einstellliste für alle Heizkörper, Ihr Heizungsbauer stellt danach ein und bestätigt den Abgleich. Diese Arbeitsteilung ist in der Förderrichtlinie ausdrücklich vorgesehen.

Wie lange dauert ein hydraulischer Abgleich?

Im Einfamilienhaus dauert die Aufnahme vor Ort ein bis zwei Stunden, für die Berechnung brauchen wir in der Regel 3 bis 5 Werktage. Das Einstellen von Ventilen, Pumpe und Heizkurve durch den Heizungsfachbetrieb ist anschließend meist in wenigen Stunden erledigt, sofern keine Ventile getauscht werden müssen. Bei Mehrfamilienhäusern dauert es entsprechend länger.

Geht ein hydraulischer Abgleich ohne Berechnung?

Nicht nach Verfahren B. Ein Abgleich nach Gefühl, allein nach der Rücklauftemperatur oder mit einem überschlägigen Online-Rechner kann den Komfort verbessern. Für die Förderung und nach § 60c wird er nicht anerkannt, weil die Heizlast der Räume dabei nicht berechnet wird. Ohne diesen Wert lässt sich nicht bestimmen, wie viel Heizwasser ein Heizkörper braucht.

Brauche ich für den hydraulischen Abgleich eine Heizlast­berechnung?

Für Verfahren B ja. Die Heizlastberechnung ermittelt, wie viel Wärme jeder Raum am kältesten Tag braucht. Der hydraulische Abgleich übersetzt diesen Wert in die Wassermenge und die Ventileinstellung für jeden Heizkörper. Bei uns entstehen beide in einem Zug aus derselben Aufnahme. Liegt bereits eine raumweise Heizlastberechnung vor, bauen wir darauf auf, wenn sie zum heutigen Zustand des Gebäudes passt.

Lohnt sich ein hydraulischer Abgleich, und wie viel spart er?

Die Verbraucherzentrale nennt 5 bis 15 Prozent weniger Heizenergie, mit deutlichen Unterschieden von Haus zu Haus. Wie viel es im Einzelfall ist, hängt vom Gebäude, vom Wärmeerzeuger und davon ab, wie ungleich die Anlage vorher lief. Besonders lohnt sich der Abgleich, wenn danach die Vorlauftemperatur gesenkt werden kann, etwa bei Wärmepumpe und Brennwertkessel. Dazu kommt der Komfort: Alle Räume werden gleichmäßig warm, Strömungsgeräusche verschwinden.

Was passiert, wenn man keinen hydraulischen Abgleich macht?

Die Heizung läuft, aber ungleichmäßig: Entfernte Heizkörper bleiben kühl, nahe Räume werden zu warm, an den Ventilen rauscht es. Um das auszugleichen, werden Pumpe und Vorlauftemperatur höher gestellt als nötig. Das kostet Heizenergie und bei einer Wärmepumpe spürbar Strom. Eine beantragte Förderung für die neue Heizung wird ohne bestätigten Abgleich nicht ausgezahlt. In Gebäuden ab sechs Wohnungen ist der Abgleich bei einer neuen Heizung vorgeschrieben, Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden.

Welche Nachteile hat ein hydraulischer Abgleich?

Im Betrieb hat ein richtig berechneter Abgleich in aller Regel keine Nachteile. Wurden einzelne Räume vorher nie richtig warm, kann der Verbrauch danach etwas steigen, weil diese Räume jetzt ihre Temperatur erreichen. Der Abgleich bedeutet Aufwand für Aufnahme, Berechnung und Einstellung, und er kann zeigen, dass einzelne Ventile oder Heizkörper getauscht werden sollten. Enttäuschungen gibt es vor allem, wenn nur überschlägig eingestellt wurde: Dann bleiben einzelne Räume kühl oder die Pumpe ist zu hoch eingestellt und es rauscht. Deshalb rechnen wir für jeden Raum einzeln.

Woran erkenne ich, ob ein hydraulischer Abgleich gemacht wurde?

Von außen ist das kaum zu sehen. Hinweise sind ein Protokoll oder das Bestätigungsformular in Ihren Unterlagen, eine Liste mit Einstellwerten und voreinstellbare Ventile, deren Skala nicht an allen Heizkörpern auf demselben Wert steht. Fehlen die Unterlagen und zeigen sich typische Anzeichen wie kalte Heizkörper, überheizte Räume oder Rauschen, wurde die Anlage sehr wahrscheinlich nie abgeglichen.

Ist ein hydraulischer Abgleich im Altbau mit alten Heizkörpern möglich?

Ja. Alte Heizkörper können in der Regel bleiben, entscheidend sind die Ventile. Lassen sie sich nicht voreinstellen, werden Ventileinsätze oder Ventile nachgerüstet. Unsere Berechnung zeigt außerdem für jeden Raum, ob der vorhandene Heizkörper für die geplante Vorlauftemperatur ausreicht, und nennt die Leistung, die ein Ersatz bringen müsste. Wird das Haus noch gedämmt oder bekommt es neue Fenster, sollte der Abgleich für den Zustand danach berechnet werden.

Wie funktioniert der hydraulische Abgleich bei einer Fußboden­heizung?

Abgeglichen wird am Heizkreisverteiler. Aus der Heizlast jedes Raumes ergibt sich die Wassermenge für jeden Heizkreis, sie wird an den Durchflussanzeigern oder Regulierventilen des Verteilers eingestellt. Fehlen diese Bauteile bei älteren Anlagen, lassen sie sich nachrüsten. Auch Fußbodenheizungen müssen für die Förderung nach Verfahren B abgeglichen werden.

Was ist ein automatischer hydraulischer Abgleich?

Gemeint sind zwei verschiedene Dinge. Thermostatventile mit automatischer Durchflussregelung halten die eingestellte Wassermenge in ihrem Arbeitsbereich konstant, auch wenn der Druck im Rohrnetz schwankt. Eingestellt wird trotzdem der berechnete Wert, die Berechnung entfällt also nicht. Smarte Thermostate, die den Abgleich über die Temperatur regeln, ersetzen Verfahren B für die Förderung nur, wenn das System als gleichwertig zertifiziert ist.

Heizkörper bleibt nach dem hydraulischen Abgleich kalt oder rauscht: Woran liegt das?

Dann passen Einstellung und Anlage noch nicht zusammen. Häufige Ursachen sind Luft im Heizkörper, eine zu knapp gewählte Voreinstellung, eine falsch eingestellte Pumpe oder ein Heizkörper, der für die abgesenkte Vorlauftemperatur zu klein ist. Zuerst entlüften, dann die Einstellwerte mit der Berechnung vergleichen lassen. Mit einer raumweisen Berechnung lässt sich jeder Wert nachprüfen.

Muss der hydraulische Abgleich wiederholt werden?

Nicht regelmäßig. Er gilt für den Zustand, für den er berechnet wurde. Neu berechnet werden sollte nach einer Dämmung oder einem Fenstertausch, nach einem An- oder Umbau und wenn viele Heizkörper erneuert werden. Bei einem Heizungstausch wird eine vorhandene Berechnung nach Verfahren B geprüft und an die neue Anlage angepasst. Werden nur einzelne Heizkörper gegen gleich starke ersetzt, genügt es, deren Ventile einzustellen.

Berechnen Sie den hydraulischen Abgleich auch außerhalb Bayerns?

Ja. Vor Ort sind wir vor allem im Raum Neumarkt, Nürnberg, Regensburg und Ingolstadt. Projekte in anderen Regionen betreuen wir bundesweit. Ob wir Gebäude und Heizkörper vor Ort aufnehmen oder nach Ihren Plänen und Angaben rechnen, klären wir bei der Anfrage. Das Einstellen übernimmt in jedem Fall Ihr Heizungsfachbetrieb vor Ort.