Energieberatungs- und Nachhaltigkeitsbüro Brandl GmbH

Sanierung zum KfW-Effizienzhaus

Effizienzhaus. Stufe erreichen.

Die Sanierung zum Effizienzhaus umfasst Maßnahmen wie Dämmung, Fenstertausch und Heizungsmodernisierung. Dies reduziert den Energieverbrauch erheblich, steigert den Wohnkomfort und ermöglicht attraktive Förderungen.

Begriff

Was ist ein Effizienzhaus?

Ein Effizienzhaus ist ein Energiestandard der KfW für Wohngebäude. Die Zahl nennt, wie viel Prozent der Primärenergie Ihr Haus höchstens braucht, verglichen mit einem baugleichen Referenzhaus.

Zum Beispiel

Effizienzhaus 55

Höchstens 55 % der Primärenergie und 70 % des Wärmeverlusts über die Hülle, verglichen mit seinem Referenzhaus. Je kleiner die Zahl, desto besser das Haus.

Stufe oder Energieausweis-Klasse?

Stufen

Effizienzhaus 85, 70, 55, 40 und Denkmal: Anforderungen und Förderung

Zwei Grenzwerte entscheiden über die Stufe, beide in Prozent des Referenzhauses. Gefördert wird jede Stufe mit dem KfW-Kredit 261, der Tilgungszuschuss hängt von Stufe und Klasse ab.

Effizienzhaus-Stufen bei der Sanierung (KfW-Kredit 261): Höchstwerte in Prozent des Referenzhauses und Tilgungszuschuss
Stufe Effizienzhaus 85 Effizienzhaus 70 Effizienzhaus 55 Effizienzhaus 40 Effizienzhaus Denkmal
Primärenergiebedarf, höchstens 85 % 70 % 55 % 40 % 160 %
Wärmeverlust über die Hülle, höchstens 100 % 85 % 70 % 55 % keine Vorgabe
Tilgungszuschuss 0 % 0 % 5 % 10 % 5 %
Tilgungszuschuss mit Nachhaltigkeitsklasse 5 % 5 % 10 % 15 % 10 %

Pflicht in jeder Stufe

Technische Mindestanforderungen: was jedes KfW-Effizienzhaus zusätzlich braucht

Die Prozentwerte allein reichen nicht. Diese Nachweise verlangt die KfW bei jeder Effizienzhaus-Sanierung, vier davon rechnen oder messen wir selbst.

65 %

erneuerbare Wärme aus Wärmepumpe, Holz, Solarthermie oder Wärmenetz. Gasheizungen fördert die KfW nicht.

  • Vorlauf höchstens 55 °C

    Die Heizung muss damit auskommen, außer beim Effizienzhaus Denkmal.

  • Hydraulischer Abgleich

    Nach Verfahren B, raumweise berechnet und mit Formular belegt.

  • Wärmebrücken

    Ein Konzept ist immer Pflicht; genau berechnet sinkt der Zuschlag, das hilft bei der Stufe.

  • Luftdichtheit

    Ein Konzept immer, eine Messung beim Effizienzhaus 40.

  • Lüftung

    Lüftungskonzept immer, Wärmerückgewinnung beim Effizienzhaus 40 und in der Nachhaltigkeitsklasse.

  • Sommerlicher Wärmeschutz

    Nachweis, dass sich die Räume im Sommer nicht überhitzen.

Klassen

Effizienzhaus EE oder NH: Erneuerbare-Energien- und Nachhaltigkeitsklasse

Jede Stufe gibt es in zwei Klassen: EE ist Pflicht, die Nachhaltigkeitsklasse (NH) ist freiwillig und bringt mehr Tilgungszuschuss.

NH · Nachhaltigkeitsklasse · freiwillig

+5Prozentpunkte Tilgungszuschuss in jeder Stufe

  • Zertifikat nach dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude PLUS
  • Lüftung mit Wärmerückgewinnung in allen Wohnungen
QNG-Zertifizierung

EE · Erneuerbare-Energien-Klasse Pflicht in jeder Stufe: mindestens 65 % erneuerbare Wärme, ohne eigenen Bonus.

Ihre Stufe

Effizienzhaus 55 oder 70? Welche Stufe zu Ihrem Altbau passt

Die strengste Stufe ist nicht automatisch die beste. Entscheidend ist, was an Ihrem Haus ohnehin ansteht.

  • Einzel­maßnahme

    Nur die Heizung oder ein einzelnes Bauteil wird erneuert

    Dann ist die Förderung je Maßnahme meist der passende Weg.

    Einzelmaßnahmen an der Hülle
  • 85

    Dach, Fenster und Heizung werden erneuert

    Kann reichen, wenn die Wände schon ordentlich gedämmt sind. Tilgungszuschuss nur mit Nachhaltigkeitsklasse.

  • 70 / 55

    Die ganze Hülle wird gedämmt, dazu kommt eine Wärmepumpe

    Ab Stufe 55 gibt es Tilgungszuschuss, beim Effizienzhaus 70 nur mit Nachhaltigkeitsklasse, als Worst Performing Building oder bei serieller Sanierung.

  • 40

    Kernsanierung mit Lüftungsanlage

    Höchster Tilgungszuschuss; Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Luftdichtheitsmessung sind Pflicht.

  • Denkmal

    Baudenkmal oder besonders erhaltenswerte Bausubstanz

    Keine Vorgabe für die Hülle, 5 % Tilgungszuschuss. Zwei unserer Energieberater haben die Denkmal-Zulassung.

KfW-Kredit 261

Förderung Effizienzhaus: KfW-Kredit 261 mit Tilgungszuschuss je Stufe

Die KfW fördert die Sanierung zum Effizienzhaus mit einem zinsverbilligten Kredit. Den Tilgungszuschuss zahlen Sie nicht zurück.

Ihre Zielstufe

Dazu möglich

bis 40 %

Tilgungszuschuss auf Ihren KfW-Kredit je nach Stufe, Klasse und Bonus

Kredit bis 150.000 € je Wohneinheit, in jeder Stufe.

Förderung für mein Haus prüfen lassen

Worst Performing Building

Plus 10 Prozentpunkte für Häuser mit Bedarfsausweis der Klasse H oder mindestens 300 kWh Endenergiebedarf je m² und Jahr, beim Effizienzhaus 70, 55 und 40.

Bedarfsausweis für den Nachweis

Serielle Sanierung

Plus 15 Prozentpunkte beim Effizienzhaus 55 und 40, plus 5 beim Effizienzhaus 70, wenn mindestens 80 % der Fassade mit vorgefertigten Elementen saniert werden.

Ablauf

Ablauf der Sanierung zum Effizienzhaus: vom Konzept bis zum Tilgungszuschuss

Ohne Energieeffizienz-Experten gibt es keine Effizienzhaus-Förderung. Bei uns haben Sie einen Ansprechpartner von der ersten Begehung bis zum Nachweis.

Vor dem Bauvertrag

  1. 1

    Bestandsaufnahme vor Ort

    Hülle, Heizung und Unterlagen aufnehmen

  2. 2

    Konzept und Zielstufe

    Ihr Haus gegen sein Referenzhaus rechnen

  3. 3

    Antrag über Ihre Bank

    mit der Bestätigung zum Antrag

Antrag

Erst der Antrag, dann der Bauvertrag.

Nach der Zusage

  1. 4

    Fachplanung und Baubegleitung

    Angebote prüfen, Baustelle kontrollieren

  2. 5

    Nachweis

    erreichte Stufe und Kosten bestätigen

  3. 6

    Tilgungszuschuss

    die KfW schreibt ihn gut

Leistung und Kosten

Energieeffizienz-Experte für Ihr Effizienzhaus: Leistung und Kosten

Den Preis nennen wir nach Sichtung Ihrer Unterlagen, vor der Beauftragung.

50 %

Tilgungszuschuss gibt die KfW auf Fachplanung und Baubegleitung, in jeder Stufe.

Der Preis richtet sich nach: Zahl der Wohnungen · Zielstufe · vorhandene Pläne · Denkmalschutz · Nachhaltigkeitsklasse · nötige Messungen

Kostenfreie Ersteinschätzung anfragen

FAQ

Häufige Fragen zur Sanierung zum Effizienzhaus

Kurze Antworten zu Stufen, Förderung und Antrag.

Alle Fragen & Antworten
Was ist ein KfW-Effizienzhaus?

Ein Effizienzhaus ist ein Energiestandard der KfW für Wohngebäude. Die Zahl gibt an, wie viel Prozent des Primärenergiebedarfs eines baugleichen Referenzhauses Ihr Haus höchstens brauchen darf, dazu kommt ein Höchstwert für den Wärmeverlust über die Hülle. Seit dem 21. Juli 2026 müssen außerdem mindestens 65 % der Wärme aus erneuerbaren Energien stammen. Gerechnet wird der Bedarf, nicht Ihr Verbrauch, und bestätigen muss die Stufe ein Energieeffizienz-Experte.

Was ist das Referenzgebäude beim KfW-Effizienzhaus?

Das Referenzgebäude ist ein rechnerischer Zwilling Ihres Hauses: gleiche Größe, Form und Ausrichtung, aber mit Standardbauteilen und Standardheizung nach Anlage 1 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG, früher GEG). Die Außenwand hat dort einen U-Wert von 0,28, das Dach 0,20 und die Fenster 1,3 W/(m²K). Ihr Haus wird mit diesem Zwilling verglichen: Effizienzhaus 55 heißt höchstens 55 % seines Primärenergiebedarfs und höchstens 70 % seines Wärmeverlusts über die Hülle.

Wie wird ein Effizienzhaus berechnet?

Der Energieeffizienz-Experte rechnet Ihr Haus und sein Referenzhaus vollständig nach DIN V 18599, das vereinfachte Verfahren ist für die Förderung ausgeschlossen. Ergebnis sind zwei Kennwerte in Prozent des Referenzhauses: Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust, also der Wärmeverlust über die Hülle. Wer für Wärmebrücken einen geringeren Zuschlag als den Standardwert ansetzen will, muss sie berechnen oder gleichwertig nachweisen. Online-Rechner geben eine Richtung, für den Antrag zählt nur die Berechnung des Experten.

Welche Anforderungen muss ein Effizienzhaus 85 erfüllen?

Der Primärenergiebedarf darf höchstens 85 %, der Wärmeverlust über die Hülle höchstens 100 % des Referenzhauses betragen. Die Hülle muss im Mittel also so gut sein wie die des Referenzhauses. Dazu kommen die Pflichten jeder Stufe: 65 % erneuerbare Wärme, höchstens 55 °C Vorlauf, hydraulischer Abgleich nach Verfahren B, Konzepte für Lüftung, Wärmebrücken und Luftdichtheit sowie der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes. Tilgungszuschuss gibt es beim Effizienzhaus 85 nur in der Nachhaltigkeitsklasse.

Was muss ein Effizienzhaus 70 erfüllen?

Primärenergiebedarf höchstens 70 %, Wärmeverlust über die Hülle höchstens 85 % des Referenzhauses, dazu dieselben Pflichten wie bei jeder Stufe. In der EE-Klasse gibt es keinen Tilgungszuschuss, in der Nachhaltigkeitsklasse 5 %. Anders als beim Effizienzhaus 85 sind Boni möglich: +10 Prozentpunkte für ein Worst Performing Building und +5 für serielle Sanierung.

Wie hoch dürfen Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust beim Effizienzhaus 40 sein?

Beim Effizienzhaus 40 darf der Primärenergiebedarf höchstens 40 % und der Transmissionswärmeverlust höchstens 55 % des Referenzhauses betragen. Zusätzlich sind eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Luftdichtheitsmessung Pflicht. Dafür ist der Tilgungszuschuss am höchsten: 10 %, in der Nachhaltigkeitsklasse 15 % und mit beiden Boni bis zu 40 %.

Was ist besser: Effizienzhaus 40 oder 55?

Das Effizienzhaus 40 ist strenger: Die Hülle darf nur 55 statt 70 % des Referenz-Wärmeverlusts haben, Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Luftdichtheitsmessung sind Pflicht. Dafür gibt es 10 statt 5 % Tilgungszuschuss. Im Altbau ist das Effizienzhaus 55 oft der realistischere Weg, bei einer Kernsanierung kann sich die 40 lohnen. Welche Stufe zu Ihrem Haus passt, zeigt die Berechnung.

KfW 55 oder 70: Welche Stufe lohnt sich bei der Sanierung?

Der Unterschied liegt vor allem in der Hülle: Beim Effizienzhaus 55 darf sie höchstens 70 %, beim Effizienzhaus 70 höchstens 85 % des Referenz-Wärmeverlusts haben. Dafür bringt die 55 in der EE-Klasse 5 % Tilgungszuschuss, die 70 keinen. In der Nachhaltigkeitsklasse sind es 10 statt 5 %, als Worst Performing Building 15 statt 10 %. Ob sich der Schritt lohnt, hängt davon ab, welche Bauteile ohnehin erneuert werden.

Welche Energieeffizienzklasse hat ein Effizienzhaus?

Es gibt keine feste Zuordnung. Die Klasse im Energieausweis (A+ bis H) richtet sich nach dem Endenergiebedarf oder -verbrauch je Quadratmeter und Jahr, die Effizienzhaus-Stufe ist ein Verhältnis zum Referenzhaus Ihres Gebäudes. Ein Effizienzhaus 85 ist deshalb weder automatisch „Klasse C“ noch ein Haus mit 85 kWh. Welche Klasse Ihr Haus nach der Sanierung hat, zeigt ein neuer Energieausweis.

Welcher U-Wert gilt beim Effizienzhaus 55 für Dach und Flachdach?

Für das Effizienzhaus gibt es keine festen U-Werte je Bauteil. Entscheidend ist der Wärmeverlust der ganzen Hülle, beim Effizienzhaus 55 höchstens 70 % des Referenzhauses, dessen Dach mit 0,20 W/(m²K) gerechnet wird; ein schwächeres Bauteil lässt sich durch ein besseres ausgleichen. Das Gesetz stellt bei der Erneuerung eigene Anforderungen, etwa 0,24 für Steildach und oberste Geschossdecke und 0,20 für ein Flachdach mit neuer Abdichtung, sofern nicht das ganze Haus nachgewiesen wird. Die oft genannten 0,14 gelten nur für die Förderung von Einzelmaßnahmen.

Geht ein Effizienzhaus 85 ohne Fassadendämmung?

Verboten ist es nicht, entscheidend ist die Gesamtrechnung. Weil die Hülle beim Effizienzhaus 85 im Mittel so gut sein muss wie die des Referenzhauses, reicht eine ungedämmte massive Altbauwand nach unserer Erfahrung meist nicht, auch wenn Dach, Fenster und Kellerdecke neu sind. Eher gelingt es bei jüngeren Wänden mit gutem Wärmeschutz oder mit Kern- oder Innendämmung. Für Baudenkmale und von der Kommune als besonders erhaltenswert eingestufte Gebäude gibt es das Effizienzhaus Denkmal ohne Vorgabe für die Hülle.

Welche Heizung ist beim Effizienzhaus förderfähig, und reicht eine Gasheizung?

Gefördert werden Wärmeerzeuger aus den Listen des BAFA, etwa Wärmepumpe, Holz- und Pelletheizung, Solarthermie oder der Anschluss an ein Wärmenetz. Zusammen müssen sie mindestens 65 % der Wärme erneuerbar decken und mit höchstens 55 °C Vorlauf auskommen. Gasheizungen fördert die KfW nicht. Laut Förderrichtlinie sollen neue Wärmepumpen ab dem ersten Quartal 2027 nur noch gefördert werden, wenn sie ihren Ursprung in der EU haben; die Einzelheiten stehen noch aus.

Was bedeutet EE beim Effizienzhaus, etwa „Effizienzhaus 85 EE“?

EE steht für die Erneuerbare-Energien-Klasse: Mindestens 65 % der Wärme kommen aus erneuerbaren Energien, unvermeidbarer Abwärme oder Wärmerückgewinnung, vorhandene und neue Anlagen zählen zusammen. Seit dem 21. Juli 2026 ist EE Pflicht in jeder Stufe und bringt keinen eigenen Bonus mehr. Die 65 % sind eine Förderbedingung, beim Heizungstausch verlangt sie das Gesetz seit dem 29. Juli 2026 nicht mehr.

Was bedeutet die Nachhaltigkeitsklasse (NH) bei der Sanierung?

Die Nachhaltigkeitsklasse bringt 5 Prozentpunkte mehr Tilgungszuschuss. Voraussetzung sind ein Zertifikat einer akkreditierten Stelle nach dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude PLUS (QNG-PLUS) und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in allen Wohnungen, das NH-Formular muss schon beim Antrag vorliegen. Für die Zertifizierung gibt es einen eigenen Kreditbetrag mit 50 % Tilgungszuschuss. Anders als beim Neubau steigt der Höchstbetrag von 150.000 € je Wohneinheit nicht, bei schrittweiser Sanierung gibt es die 5 Prozentpunkte nur einmal.

Gibt es für das Effizienzhaus 85 noch eine Förderung?

Ja, die Förderung ist nicht gestoppt. Sie erhalten den zinsverbilligten KfW-Kredit 261 bis 150.000 € je Wohneinheit, für Fachplanung und Baubegleitung gibt es einen eigenen Kreditbetrag mit 50 % Tilgungszuschuss. Einen Tilgungszuschuss auf den Sanierungskredit gibt es seit dem 21. Juli 2026 aber nur noch in der Nachhaltigkeitsklasse (5 %). Die Boni für Worst Performing Building und serielle Sanierung beginnen erst beim Effizienzhaus 70.

Wie hoch ist der Tilgungszuschuss im KfW-Kredit 261, und wann wird er gutgeschrieben?

Je nach Stufe 0 bis 10 % des Kreditbetrags, in der Nachhaltigkeitsklasse 5 Prozentpunkte mehr. Dazu kommen +10 für ein Worst Performing Building und +15 (beim Effizienzhaus 70: +5) für serielle Sanierung, zusammen bis zu 40 %. Gutgeschrieben wird der Zuschuss nach der anerkannten Bestätigung nach Durchführung, zu festen Zeitpunkten zwei, vier oder fünf Jahre nach der Zusage. Er verkürzt die Laufzeit Ihres Kredits, eine Auszahlung gibt es nicht.

Wann gilt mein Haus als Worst Performing Building?

Wenn ein Bedarfsausweis der Klasse H vorliegt oder der berechnete Endenergiebedarf mindestens 300 kWh je Quadratmeter und Jahr beträgt. Ausweis oder Berechnung dürfen beim Antrag höchstens ein Jahr alt sein und müssen den Zustand vor der Sanierung zeigen, ein Verbrauchsausweis reicht nicht. Häuser mit mehr als fünf Wohnungen und zentralem Warmwasser zählen auch, wenn sie 1957 oder früher gebaut und im Wesentlichen unsaniert sind. Der Bonus von 10 Prozentpunkten gilt beim Effizienzhaus 70, 55 und 40, der Energieeffizienz-Experte bestätigt ihn vor Sanierungsbeginn.

Kann ich Effizienzhaus-Förderung und Einzelmaßnahmen kombinieren?

Nein. Zwischen der Effizienzhaus-Förderung und der Förderung von Einzelmaßnahmen liegen drei Jahre, gezählt ab dem Verwendungsnachweis und in beide Richtungen, wenn beide Zusagen nach den Richtlinien seit dem 21. Juli 2026 erteilt sind. Auch der geförderte Heizungstausch zählt zu den Einzelmaßnahmen. Einen iSFP-Bonus gibt es beim Effizienzhaus nicht, und für dieselben Maßnahmen können Sie weder den Steuerbonus für energetische Sanierung noch den Handwerkerbonus nutzen.

Wann muss ich den Antrag stellen, vor oder nach dem Bauvertrag?

Vorher. Den Antrag stellt Ihre Bank bei der KfW, Grundlage ist die Bestätigung zum Antrag des Energieeffizienz-Experten. Als Vorhabenbeginn zählt schon der Liefer- oder Bauvertrag, Planung und Beratung dürfen vorher laufen. Unschädlich sind Verträge mit einer aufschiebenden oder auflösenden Bedingung zur Förderzusage oder ein vor Vertragsschluss auf dem KfW-Formular dokumentiertes Beratungsgespräch mit der Bank; dann muss der Antrag aber vor Beginn der Bauarbeiten bei der KfW eingehen. Wer ein frisch saniertes Effizienzhaus kauft, stellt den Antrag vor dem Kaufvertrag.

Wie fördert die KfW die Sanierung denkmalgeschützter Häuser?

Mit dem Effizienzhaus Denkmal: Der Primärenergiebedarf darf bis zu 160 % des Referenzhauses betragen, eine Vorgabe für die Hülle und die 55-°C-Grenze gibt es nicht. Das gilt für Baudenkmale und für sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz, Letztere mit Bestätigung der Kommune. Der Tilgungszuschuss beträgt 5 %, in der Nachhaltigkeitsklasse 10 %, Boni gibt es nicht. Bestätigen dürfen das nur Energieeffizienz-Experten mit Denkmal-Zulassung, in unserem Team sind es zwei.

Was kostet der Energieeffizienz-Experte für das Effizienzhaus?

Der Preis hängt ab von der Zahl der Wohnungen, der Zielstufe, den vorhandenen Plänen, Denkmalschutz und Nachhaltigkeitsklasse, nötigen Berechnungen und Messungen sowie dem Umfang der Baubegleitung. Wir nennen ihn nach Sichtung Ihrer Unterlagen, vor der Beauftragung. Für Fachplanung und Baubegleitung gibt die KfW einen eigenen Kreditbetrag mit 50 % Tilgungszuschuss. Die Ersteinschätzung ist kostenfrei und unverbindlich.

Begleiten Sie Effizienzhaus-Sanierungen auch außerhalb von Neumarkt i.d.OPf.?

Ja. Unser Hauptsitz ist in Neumarkt i.d.OPf., weitere Standorte haben wir in Regensburg, Barbing und Wittingen. Wir begleiten Sanierungen zum Effizienzhaus in Neumarkt, Nürnberg, Regensburg, Ingolstadt und der Region. Für Bestandsaufnahme und Baubegleitung kommen wir zu Ihrem Haus, den Termin stimmen wir bei der Anfrage ab.